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                                                                                   Andreas Kraft (Kraftl)

                                                               (05.10.1957 - 24.08.2025)


Nach langer Krankheit ist unser Kraftl für immer eingeschlafen. 

Als der „TCA 1915“ in den 70iger Jahren nur noch aus wenigen Mitgliedern bestand, begann Kraftl, als ein Sohn eines „Clubalten“, eine Lehre als Zerspaner. Dabei lernten wir uns kennen. Klaus, Holger, Kraftl und ich. Keiner, außer ihm, kletterte zu diesem Zeitpunkt. Durch ihn entdeckten wir die „Magie“ der Berge. 

Von da an fuhren wir regelmäßig zusammen in die Sächsische Schweiz. Ausgangspunkt war hierbei sehr oft die Hütte, unserer damaligen BSG Rotation Dresden, im Zahnsgrund.

Es dauerte nur wenige Jahre und wir Vier wurden in den Club aufgenommen. Von da an ging es mit den Alpensöhnen wieder aufwärts und unser Club besteht, nun auch durch unsere Kinder und deren der Freunde, bis heute.

Andreas verdanken wir unvergessliche Erlebnisse in den Bergen und in unserem Club.

Kraftl war ein sehr guter Kletterer und Bergsteiger, der sein ganzes Leben dem unterordnete. Auch wenn keine außergewöhnlichen Erfolge in seinem Tourenbuch stehen, war er doch sehr aktiv. Ich glaube es ist auch nicht wichtig, unbedingt die schwersten Wege zu klettern. Viel wichtiger ist es ihm gewesen, das zu tun was ihn glücklich machte.

Viele Jahre hat er sich in der Bergwacht Sachsen als Luftretter eingesetzt. Leider war er die letzten Jahre an den Rollstuhl gefesselt, so dass er seine geliebten Berge nicht mehr besuchen konnte, wie er wollte.

Auch wenn es nicht immer leicht mit Ihm war, werden wir Ihn vermissen.

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  Christa Kraft  (Christl)  12.01.1934  -  04.04.2026

  Helmut Kraft  (Kraftl)    01.04.1933  -   22.03.2026

 

Unsere beiden ältesten Clubmitglieder sind nicht mehr unter uns. Wenige Tage nachdem ihr Mann, unser Helmut, für immer eingeschlafen ist, hat auch unsere Christl die Augen geschlossen. Ihr ganzes Leben, haben sie gemeinsam ihrer geliebten Sächsischen Schweiz gewidmet. Ihr Leben war untrennbar mit dem gemeinsamen Klettern verbunden. Auch Ihre letzte Fahrt haben sie nun gemeinsam angetreten.

Unsere Christl, fast schüchtern, nie im Vordergrund stehend, bescheiden und immer für einen da. Wer sie in unserer Clubhütte mit Kittelschürze in der Küche stehen sah, konnte sich kaum vorstellen, was mit ihr passierte, wenn sie die Schürze mit dem Klettergurt tauschte. Elegant schlich sie förmlich über die Sandsteinwände. Immer wieder staunten wir, wie Sie, trotz ihrer kleinen Körpergröße, schwierigste Passagen meisterte. Sie wurde am 02.03.2001 vom SBB mit der silbernen Ehrennadel geehrt, weil sie als erste Frau eine reine Frauenseilschaft im damaligen höchsten Schwierigkeitsgrad 7 (Jungfer, AW) führte. Ich erinnere mich noch an eine gemeinsame Kletterei, als sie mir mit den Worten

„Danke, ich hätte nie gedacht, dass ich noch einmal auf dem Teufelsturm stehe“ um den Hals fiel. Sie war auch eine der ersten Frauen, welche in einem der damals männerdominierten Kletterclubs aufgenommen wurde, dem TC. Alpensöhne 1915. Bis zuletzt war Christl körperlich fit, lebte jedoch in den letzten Jahren in ihrer eigenen Welt. Zu ihrem 92. Geburtstag im Januar erkannte sie uns nicht mehr. Aber als die Worte Berge und Klettern fielen, strahlten ihre Augen.

Wer Helmut kannte wusste, dass man ständig mit irgendeinem Blödsinn rechnen musste.  Er wurde wahrscheinlich nie richtig erwachsen. Als unser ältestes Clubmitglied war er viele Jahre unser Clubvorstand. Er war auch früher Mitglied bei den Bergfinken und dem damaligen “Bergunfalldienst“. In den sächsischen Bergen fühlte er sich wohl.  Ihm gelangen schwierigste Aufstiege, auch wenn man ihn als „Erstbegeher“ nicht findet. Eines seiner frühen Markenzeichen war sein geliebtes Pfeifchen. Mitunter auch während des Kletterns klemmte es zwischen seinen Zähnen. Ich erinnere mich noch an einen Sprung. Mir blieb fast das Herz stehen. In der Flugphase fiel ihm sein Pfeifchen aus dem Mund. Akrobatisch fing er dieses im Flug wieder auf. Als er bei mir landete, war die erste Handlung “Pfeife zwischen die Zähne“. Leider war Helmut in den letzten Jahren an den Rollstuhl gefesselt. Wenn wir ihn besuchten, erzählte er von seinen Erlebnissen. Unsere jüngeren Clubmitglieder staunten oft und erfuhren immer neue, skurrile, lustige und erstaunliche Geschichten. Es war von allem etwas dabei.

Die vielen unvergessen Erlebnisse mit den beiden „Kraftl‘s“ werden uns immer in Erinnerung bleiben.

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